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VWL 2: Makroökonomie — Skript

BIP, Wachstum, Arbeitslosigkeit, Geld & Inflation, Konjunktur (IS-LM), offene Volkswirtschaften & Gesamtangebot

Kompakt aufbereitetes Skript mit Formeln, Beispielen und Skizzen — das erste Kapitel ist komplett kostenlos, der Rest schaltest du mit dem Modul frei.

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Kap. 1

Exkurs: Methodik der Makroökonomik

Bevor es an die einzelnen Modelle geht, lohnt sich ein methodischer Blick von außen: Warum arbeitet die Makroökonomik überhaupt mit stark vereinfachten Modellen, und was rechtfertigt das? Dieser Exkurs ordnet Modellbildung als wissenschaftliche Methode ein und liefert damit den roten Faden für alle folgenden Kapitel.

1.1 Modelle als bewusste Vereinfachung

Ökonomische Modelle sind bewusst vereinfachte Abbildungen der Realität — wie eine Landkarte, die nicht jedes Detail der Landschaft zeigt, sondern nur die für den jeweiligen Zweck relevanten Merkmale. Ein 'perfektes' Modell, das alles abbildet, wäre genauso nutzlos wie eine Karte im Maßstab 1:1.

Ökonomisches Modell

Eine vereinfachte, meist mathematische Darstellung ökonomischer Zusammenhänge, die bewusst irrelevante Details weglässt, um die relevanten Mechanismen klar sichtbar zu machen.

Ceteris-paribus-Annahme

Die Annahme, dass alle anderen Einflussgrößen konstant gehalten werden, während der Effekt einer einzelnen Variable isoliert betrachtet wird.

1.2 Positive vs. normative Ökonomik

Positive Aussagen beschreiben, wie die Welt ist oder bei bestimmten Politikmaßnahmen wäre ('Ein Mindestlohn über dem Gleichgewichtslohn erhöht die Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten'). Normative Aussagen bewerten, wie die Welt sein sollte ('Der Mindestlohn sollte erhöht werden'). Makroökonomische Modelle liefern primär positive Aussagen; die normative Bewertung erfordert zusätzliche Werturteile.

Positive Ökonomik

Beschreibende, testbare Aussagen darüber, wie ökonomische Systeme tatsächlich funktionieren.

Normative Ökonomik

Wertende Aussagen darüber, wie Politik gestaltet werden sollte — basiert auf zusätzlichen ethischen/politischen Werturteilen, nicht allein auf dem Modell.

1.3 Warum Modelle trotz unrealistischer Annahmen nützlich sind

Ein häufiger Einwand ist, dass Modellannahmen (z. B. perfekte Kapitalmobilität in Mundell-Fleming, konstante Sparquote in Solow) 'unrealistisch' seien. Der methodische Standpunkt der Makroökonomik: Ein Modell wird nicht daran gemessen, wie realistisch seine Annahmen sind, sondern daran, wie gut seine Vorhersagen mit beobachtbaren Daten übereinstimmen (Instrumentalismus/Positivismus nach Milton Friedman).

Instrumentalistische Modellbewertung

Ein Modell wird nach der empirischen Güte seiner Vorhersagen bewertet, nicht nach dem Realitätsgrad seiner Annahmen (Milton Friedman, 'The Methodology of Positive Economics').

Robustheit eines Modellergebnisses

Ein Ergebnis gilt als robust, wenn es auch unter alternativen, weniger restriktiven Annahmen näherungsweise bestehen bleibt.

Kap. 2

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP)

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Makroökonomie beginnt mit der Frage, wie man die Größe einer ganzen Volkswirtschaft überhaupt in einer Zahl zusammenfassen kann. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist dieses zentrale Maß — wir leiten es hier über drei äquivalente Wege her und klären, was es misst und was nicht.

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Kap. 3

Geld und Inflation

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Geld ist der Schmierstoff jeder modernen Volkswirtschaft. Dieses Kapitel behandelt, was Geld ökonomisch ausmacht, wie sein Angebot die Preise bestimmt (Quantitätstheorie), und welche realen Kosten Inflation verursacht.

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Kap. 4

Exkurs: Bankensystem & Geldschöpfung

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Wie entsteht Geld eigentlich? Direkt im Anschluss an Kapitel 3 erklärt dieser Exkurs das Mindestreservesystem und den Geldschöpfungsmultiplikator — Grundlage dafür, wie Zentralbanken die Geldmenge überhaupt steuern.

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Kap. 5

Arbeitslosigkeit

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Arbeitslosigkeit ist nie null — selbst in gesunden Volkswirtschaften gibt es strukturelle Gründe, warum sich Arbeitsangebot und -nachfrage nicht perfekt räumen. Dieses Kapitel ordnet die verschiedenen Arten von Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen.

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Kap. 6

Wirtschaftswachstum I: Das Solow-Modell

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Warum sind manche Länder reich und andere arm, und warum wachsen Volkswirtschaften überhaupt? Das Solow-Modell ist der Ausgangspunkt jeder Antwort: Es erklärt Kapitalakkumulation, Sparen und den Übergang in ein langfristiges Gleichgewicht (steady state).

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Kap. 7

Wirtschaftswachstum II: Bevölkerung, technischer Fortschritt & Wachstumsempirie

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Das einfache Solow-Modell aus Kapitel 6 kann noch nicht erklären, warum reiche Länder dauerhaft wachsen, statt in einem stagnierenden steady state zu verharren. Bevölkerungswachstum und vor allem technischer Fortschritt schließen diese Lücke.

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Kap. 8

Exkurs: KI, Automatisierung und Arbeitsmarkt

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Wie verändert Künstliche Intelligenz langfristiges Wachstum und die Arbeitsnachfrage? Im Anschluss an die beiden Wachstumskapitel erweitert dieser Exkurs das Solow-Modell um eine aufgabenbasierte (task-based) Sichtweise auf Automatisierung.

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Kap. 9

Exkurs: Klima und Wachstum

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Lässt sich Wirtschaftswachstum von Umweltzerstörung entkoppeln? Dieser Exkurs verbindet das Solow-Modell mit Umweltökonomik und stellt die wichtigsten Modellklassen zur Analyse von Klimapolitik vor.

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Kap. 10

Konjunktur I: Das IS-LM-Modell

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Anders als das Solow-Modell (langfristiges Wachstum) beschreibt das IS-LM-Modell kurzfristige Schwankungen bei fixem Preisniveau. Es kombiniert Gütermarkt (IS-Kurve) und Geldmarkt (LM-Kurve), um Einkommen und Zinssatz gemeinsam zu bestimmen.

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Kap. 11

Konjunktur II: Politik im IS-LM-Modell & die Gesamtnachfragekurve

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Mit IS- und LM-Kurve zusammen lässt sich analysieren, wie Fiskal- und Geldpolitik Einkommen und Zinssatz gemeinsam beeinflussen — und wie daraus die gesamtwirtschaftliche Nachfragekurve (AD) entsteht, das Bindeglied zum AS-AD-Modell in Kapitel 12.

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Kap. 12

Gesamtwirtschaftliches Angebot: Das AS-AD-Modell & die Phillipskurve

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Das AS-AD-Modell ergänzt die AD-Kurve aus Kapitel 11 um eine Angebotsseite und erklärt damit, wie sich Schocks kurzfristig auf Output UND Preise auswirken, und wie sich die Wirtschaft langfristig wieder ins Vollbeschäftigungsgleichgewicht einpendelt.

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Kap. 13

Offene Volkswirtschaften I: Das Mundell-Fleming-Modell

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Das Mundell-Fleming-Modell überträgt die IS-LM-Logik auf eine kleine offene Volkswirtschaft mit freiem Kapitalverkehr. Es erklärt, wie Geld- und Fiskalpolitik unter flexiblen bzw. festen Wechselkursen unterschiedlich wirken.

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Kap. 14

Exkurs: Zölle und Handelspolitik

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Zölle sind 2025 wieder zu einem zentralen wirtschaftspolitischen Thema geworden ('Liberation Day'-Zölle der USA). Direkt im Anschluss an Mundell-Fleming verbindet dieser Exkurs die mikroökonomische Zollanalyse mit ihren makroökonomischen Konsequenzen über Wechselkurse und Nettoexporte.

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Kap. 15

Offene Volkswirtschaften II: Wechselkursregime & das Trilemma

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Zum Abschluss vertieft dieses Kapitel Wechselkursregime, Kaufkraftparität und das zentrale 'unmögliche Dreieck' der internationalen Makroökonomie.

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