Mathematik 2: Abschlussklausur — Skript

Mehrdimensionale Funktionen & Fortführung — Stoff der Abschlussklausur (2. Prüfungsteil)

Kompakt aufbereitetes Skript mit Formeln, Beispielen und Skizzen — das erste Kapitel ist komplett kostenlos, der Rest schaltest du mit dem Modul frei.

Kap. 1

Partielle Ableitungen und der Gradient

Funktionen mehrerer Veränderlicher treten in praktisch jeder quantitativen Disziplin auf — von Produktionsfunktionen mit mehreren Inputs bis zu physikalischen Feldern. Dieses Kapitel überträgt den Ableitungsbegriff auf diesen mehrdimensionalen Fall.

1.1 Funktionen mehrerer Veränderlicher

Eine Funktion f: ℝⁿ→ℝ ordnet jedem Punkt x=(x₁,...,xₙ) einen reellen Wert zu. Für n=2 lässt sich der Graph einer solchen Funktion als Fläche im dreidimensionalen Raum vorstellen; Höhenlinien (Niveaumengen {x | f(x)=c}) sind ein wichtiges Werkzeug, um solche Funktionen zweidimensional zu visualisieren.

Höhenlinie (Niveaumenge)

Menge aller Punkte, an denen eine Funktion denselben Wert annimmt.

Anders als bei Funktionen einer Variablen lässt sich der Grenzwert lim(x→x₀) f(x) im Mehrdimensionalen aus unendlich vielen Richtungen bilden — Stetigkeit verlangt, dass der Grenzwert für JEDE dieser Richtungen (und jeden beliebigen Annäherungspfad) übereinstimmt.

Beispiel:Für f(x,y)=x²+y² sind die Höhenlinien konzentrische Kreise um den Ursprung: {(x,y) | x²+y²=c} ist für c>0 ein Kreis mit Radius √c.

1.2 Partielle Ableitungen

Die partielle Ableitung ∂f/∂xᵢ misst die Änderungsrate von f, wenn nur xᵢ variiert wird und alle anderen Variablen konstant gehalten werden — man leitet also f wie eine gewöhnliche Funktion einer Variablen ab, wobei alle übrigen Variablen als Konstanten behandelt werden.

Partielle Ableitung

Ableitung einer mehrdimensionalen Funktion nach einer Variablen bei konstant gehaltenen übrigen Variablen.

Eine Funktion heißt partiell differenzierbar in einem Punkt, wenn alle partiellen Ableitungen dort existieren. Wichtig: partielle Differenzierbarkeit allein garantiert noch nicht einmal Stetigkeit der Funktion — dafür ist die stärkere Eigenschaft der totalen Differenzierbarkeit nötig (Kapitel 3).

Beispiel:Für f(x,y)=x²y+3y³ gilt ∂f/∂x=2xy (y wird als Konstante behandelt) und ∂f/∂y=x²+9y² (x wird als Konstante behandelt).

1.3 Der Gradient

Der Gradient ∇f(x) fasst alle partiellen Ableitungen zu einem Vektor zusammen: ∇f = (∂f/∂x₁, ..., ∂f/∂xₙ). Er ist das mehrdimensionale Analogon zur gewöhnlichen Ableitung und liefert die lineare Näherung des Funktionsverhaltens in der Nähe eines Punktes.

Gradient (∇f)

Vektor aller partiellen Ableitungen einer mehrdimensionalen Funktion.

Der Gradient steht stets senkrecht auf den Höhenlinien der Funktion — eine geometrische Eigenschaft, die im nächsten Kapitel präzisiert wird, wenn der Gradient als Richtung des steilsten Anstiegs interpretiert wird.

Beispiel:Für f(x,y)=x²+y² gilt ∇f(x,y)=(2x,2y). Im Punkt (1,2) ist der Gradient (2,4) — ein Vektor, der vom Ursprung weg zeigt, in Richtung des steilsten Anstiegs von f an dieser Stelle.
Kap. 2

Richtungsableitungen und der Gradient als steilster Anstieg

🔒 Gesperrt

Partielle Ableitungen messen die Änderungsrate nur entlang der Koordinatenachsen. Dieses Kapitel verallgemeinert dies auf beliebige Richtungen und zeigt, warum der Gradient eine ausgezeichnete Rolle unter all diesen Richtungen spielt.

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Kap. 3

Totale Differenzierbarkeit und die Tangentialebene

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Partielle Differenzierbarkeit reicht nicht aus, um eine Funktion in jeder Hinsicht 'differenzierbar' zu nennen. Dieses Kapitel führt den stärkeren Begriff der totalen Differenzierbarkeit ein.

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Kap. 4

Kettenregel, Jacobi-Matrix und vektorwertige Funktionen

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Viele Anwendungen erfordern Funktionen, die selbst vektorwertig sind (mehrere Ausgabewerte) oder die miteinander verkettet werden. Dieses Kapitel verallgemeinert Ableitungsregeln entsprechend.

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Kap. 5

Höhere Ableitungen, der Satz von Schwarz und Taylorpolynome

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Um das Krümmungsverhalten mehrdimensionaler Funktionen zu verstehen, braucht es Ableitungen zweiter Ordnung. Dieses Kapitel behandelt deren Struktur und die daraus resultierende quadratische Approximation.

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Kap. 6

Lokale Extrema, die Hessematrix und Sattelpunkte

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Eine der wichtigsten Anwendungen der mehrdimensionalen Differentialrechnung ist die Optimierung: das Finden von Maxima und Minima. Dieses Kapitel behandelt die notwendigen und hinreichenden Bedingungen dafür.

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Kap. 7

Jordan-Inhalt und das Riemann-Integral im Rⁿ

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Nachdem die Differentialrechnung auf mehrere Dimensionen erweitert wurde, widmet sich dieses Kapitel der analogen Erweiterung der Integralrechnung: dem Messen von Volumen und dem Integrieren über mehrdimensionale Bereiche.

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Kap. 8

Normalbereiche, das Prinzip von Cavalieri und der Transformationssatz

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Nicht jeder Integrationsbereich ist ein einfacher Quader. Dieses abschließende Kapitel behandelt allgemeinere Integrationsbereiche und den Koordinatenwechsel als wichtigstes Rechenwerkzeug für komplexe Bereiche.

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